Garantiezertifikate als alternative Anlagemöglichkeit

Filed Under (Allgemein, sonstige Themen) by Dennis on 20-04-2007

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Für Anbieter von Zertifikaten ist es im Moment eine interessante Zeit - das Tempo der Innovationen am Markt ist so dermaßen hoch, dass sogar erfahrene Anleger schnell den Überblick verlieren. Bei den über 130.000 Zertifikaten gibt es so auch ein paar wirklich interessante Produkte, die von vielen Anlegern einfach nicht wahrgenommen werden. Das gilt insbesondere für ältere Garantiezertifikate. Wenn diese unterhalb ihres Nennwertes von 100 Euro notieren, sind deren Renditen häufig mit denen klassischer Anleihen vergleichbar. Als Beispiel ist die 2003 entstandene "2,5-Prozent-Momentum-Anleihe" (WKN 840204). Diese liegt zur Zeit bei 95,79 Euro, notiert also unter 100 Euro. Bis 2010 haben Anleger allerdings einen garantierten Zins von 2,5 % pro Jahr - dieser Zins ist jedoch nicht auf den momentanen Wert, sondern auf den Nennwert von 100 Euro bezogen. Macht 2,50€ pro Zertifikat und Jahr. Da die Anleihe jedoch zu 100 Euro getilgt wird, jedoch nur 95,79 Euro kostet UND man zusätzlich 2,50€ pro Jahr und Zertifikat erhält, beträgt die Rendite mindestens vier Prozent pro Jahr. Diese Rendite kann allerdings auch noch steigen - jedes Jahr im März wird die Kursentwicklung von 15 Aktien mit der des Vorjahres verglichen. Hierbei gilt: Je stärker sich die Kurse bewegen - die Richtung ist hierbei egal - umso stärker klettert auch die Verzinsung. Von diesen Aktien wird die mit der geringsten absoluten Weiterentwicklung genommen (also die, die sich am wenigsten entwickelt hat) und eben dieser Wert geht zu 45% in die jährliche Versicherung ein. Beträgt diese geringste absolute Entwicklung 10 %, so beträgt der Jahreszins 4,5% anstatt 2,5%. Dieses System bildet auch eine Art Versicherung gegen einen Crash - werden von einem möglichen Crash auch die relevanten Aktien erfasst, so steigt die Verzinsung. Und selbst, wenn die Verzinsung nicht höher als vorgesehen ausfällt - mit 4% liegen diese Zertifikate auch nicht unter den meisten Tagesgeldkonten oder Anleihen. Quelle: Handelsblatt