Ein Tippfehler mit Folgen

Filed Under (Empfehlungen, Girokonten, Internet Zahlsysteme, sonstige Themen) by fvar on 29-03-2010

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Kurz vertippt beim online Banking und Ihr schwer verdientes Geld landet nicht mehr beim gewünschten Empfänger sondern auf einem fremden Konto oder in der „Datenunendlichkeit“ der Banken. Was kann man jetzt tun, welche Möglichkeiten gibt es, das Geld zu retten? Bei den modernen Buchungstechniken kann der Bankkunde schnell einen Fehler machen. Man kann davon ausgehen, dass dieses Geld auch auf irgendeinem Konto ankommt nur nicht auf dem beabsichtigten Konto, denn die Banken sind nicht mehr verpflichtet, Kontonummer und Empfänger miteinander abzugleichen. Dies stellt einen deutlich verringerten Schutz des Kunden vor Fehlüberweisungen dar. Umso mehr kann man nur zur eigenen Sorgfalt aufrufen. Eine Konsequenz aus dieser Regelung ist übrigens auch die Ansicht der Banken, fehlgeleitete Beträge nicht mehr erstatten zu müssen. Hat man den Fehler bemerkt, so muss man schnell aktiv werden, wenn man sein Geld zurück haben will. Es ist in dieser Situation unerlässlich, sofort die Hausbank zu informieren. Unter Umständen kann sie die Überweisung noch vor Gutschrift des Betrags auf dem falschen Empfängerkonto stoppen.  Wenn dem Kunden der Fehler erst später auffällt wird es ungleich komplizierter, denn die Banken dürfen Name und Anschrift des Empfängers aufgrund des Datenschutzes nicht mehr herausgeben. Man hat nur die Möglichkeit, die Empfängerbank anzuschreiben, das Missgeschick beschreiben und bitten, den Brief an den „falschen“ Empfänger weiter zuleiten. In diesem Brief sollte man den „falschen„ Empfänger auch bitten, das Geld zurückzuüberweisen. Tut e dies nicht, so bleibt einem noch der Weg zum Anwalt. Schließlich hat der Unbekannte das Geld zu Unrecht erhalten und gilt juristisch gesehen als „ungerechtfertigt bereichert“. Der Begünstigte muss das Geld wieder herausrücken, entschied denn auch das Oberlandesgericht Celle (Az. 3 U 11/05).