Jeden Tag erreichen uns Horrormeldungen über die Euro – Krise. Immer mehr Sparmaßnahmen und Steuerideen kommen ans Licht. So werden auch die Anleger in Angst und Schrecken versetzt, die Inflation tut ihr Übriges. Die Frage die sich hier stellt: soll man sein Geld dennoch langfristig anlegen, oder eher Kurzfristig?
Das Leben wird aktuell rund einen Prozentpunkt im Monat teurer als im selben Monat des Vorjahres. Die Experten sehen dies als den kommenden Dauerzustand mit einer Tendenz nach oben. Somit ist für den Anleger die Zeit, die Anlagen zu überprüfen. Insbesondere sollten die Zinssätze im Focus stehen, denn wenn die Inflationsrate die Zinsen der Anlage übersteigt, so verliert man defacto Geld. Also muss der Anleger eingreifen, um sein Vermögen so schützen! Der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen kommt in diesen Zeiten sicher nicht in Betracht. Die Sache ist etwas komplizierter.
Die wichtigste Nachricht ist jedoch, die, dass das Geld aller Anleger auch in diesen Zeiten relativ sicher ist. Der gesetzliche Einlagensicherungsfond schützt zumindest in einem gewissen Rahmen den Anlagebetrag. Trotzdem empfiehlt es sich, seine Anlagen auf mehrere Banken und Anlageformen zu verteilen. Dabei ist die Anlagestrategie relativ einfach. Entweder man legt in mittelfristige hochzins Anlagen an oder man setzt auf hohe Flexibilität, zum Beispiel mit dem Tagesgeld. Eine gute Hilfe ist hier sicher der
>>Tagegeldrechner.
Flexibilität lautet in allen Fällen das Gebot der Stunde, denn die rasante Entwicklung ist zur Zeit nur sehr schwer sicher voraus zu sehen. Ein Tagesgeldkonto oder aber eine Festgeldanlage sind hier sicher ein Mittel, um sicher durch die Krise zu kommen.
Die Krise um Griechenland und den Euro zeigt, wie dicht wir immer noch am Rande eines wirtschaftlichen Problems stehen. Hier gilt es, sich zu schützen. Am besten mit einer ausgewogenen Anlage und einer breiten Streuung. Schon der Nobelpreisträger Harry Markowitz legte 1952 in seiner Portfoliotheorie fest: „ Ein gutes Portfolio ist eine ausbalancierte Einheit, die gleichermaßen Chancen und Absicherung bietet“. Wie die optimale Zusammensetzung aussieht, muss jeder Anleger selber nach seinem Charakter entscheiden. Immer jedoch sollte man das Modell der Anlagepyramide im Kopf haben: ein großer Teil der Anlage wird in sichere Papiere als Fundament angelegt. Darauf setzen renditeoptimierte Anlagen auf. Die Spitze der Pyramide bilden die chancenreichen Anlagen.
Auch beim Fundament sollte man jedoch auf variable Zinsen setzen, denn alles Langfristige ist zwar sehr sicher, bietet aber so gut wie keine Renditen. Es eignen sich besonders Tages- und Festgeldanlagen, diese sind weitestgehend flexibel und doch sicher. Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, muss natürlich geprüft werden, ob die Bank einem Einlagensicherungsfond angehört und bis zu welcher Höhe Anlagen damit abgesichert sind.
Für den renditeoptimierten Teil und für den chancenorientierten Part der Pyramide, sind Börsen übrigens kein totes Gebiet! Im Gegenteil, in jeder Krise steckt schließlich auch eine Chance.
Wenn man sein Vermögen in der beschriebenen Art gestreut hat, so bleibt nur noch zu raten, die Altersvorsorge nicht aus den Augen zu verlieren. Die Rentensparpläne sind zwar alles andere als attraktiv, jedoch bekommt man hier Geld vom Staat geschenkt. So wird die Rendite dann doch noch ein wenig erträglich gestaltet.
Nach dem in der letzten Woche Griechenland massiv unter Druck stand, seine Finanzen zu überdenken kam nun die Reaktion. Durch die Finanzkrise der Helenen scheint der Euro gefährdet. Daher übte die EU enormen Druck auf die Griechen aus. Nun kündigt die griechische Regierung drastische Maßnahmen an. Die öffentlichen Ausgaben sollen gekürzt und die Gehälter des öffentlichen Dienstes Angepasst werden. Im Klartext, heißt das: Steuererhöhungen, eben kündigte die griechische Regierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer an, sowie massive Kürzungen der Gehälter der Staatsbediensteten, der Rentner und der Studenten, will der Staat kurzfristig 4,8 Milliarden Euro einsparen. Der griechische Ministerpräsident Papandreou begründete dies so: «Sie sind notwendig für das Überleben unseres Landes und unserer Wirtschaft - und für Griechenland, um dem Wirbelwind der Spekulanten zu entgehen» weiter erwartet er „europäische Solidarität“. Es bleibt zunächst zu abzuwarten, was hinter diesen vollmundigen Versprechungen steckt. Die EU sowie die Bundesregierungen begrüßten das Vorgehen als richtigen und notwendigen Schritt.
Tatsache jedoch ist, dass es schon von Anfang an Unregelmäßigkeiten im Staatshaushalt waren, die entsprechend verschleiert wurden um die Eurokriterien zu erfüllen. Die gleichen Leute versprechen nun den Staatshaushalt schnell wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Der griechische Staat ist defacto bankrott und zieht den Euro hinunter. Wichtig an dieser Stelle ist, dass die EU die Maßnahmen sowie die Konsolidierung des Staatshaushaltes dauerhaft überprüft und kontrolliert. Weitere Spiele wären der Tod des Euro, darüber ist sich wohl auch die EU klar. Allerdings dürfte es genau so unmöglich sein, einen Staat aus der Eurogemeinschaft zu entfernen.