Hartz IV und kein Ende

Filed Under (Allgemein, sonstige Themen, Sparen und Vorsorge) by fvar on 16-02-2010

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Die Hartz IV Debatte ist in aller Munde. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sowie viele Politiker die sich mit dem Thema profilieren wollen. Auch die Zeitung mit den 4 Buchstaden lanciert das Thema zur Zeit täglich. Und auch wenn es nicht in ein Finanzblog direkt gehört, so kommen auch wir um das Thema nicht herum, denn es kann jeden treffen, den Selbstständigen, dem die Aufträge wegbrechen genauso wie dem Arbeitnehmer der schon 20 Jahre in der Firma ist.  Hartz IV oder richtig ALG II ersetzt seit 5 Jahren die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe. Also sind alle betroffen, die länger Arbeitslos etc. sind. Wird man Bezieher von ALG II so unterliegt man strengen Richtlinien. Man muss seine Einkommen und Vermögenswerte offenlegen. Danach wird dann der Bedarf  berechnet. Es ist nicht so, dass man ALLES an Vermögen abgeben muss, adäquates Schonvermögen bleibt erhalten, ebenso darf man sein Auto behalten sofern es keine Luxuskarosse ist, auch die Eigentumswohnung darf man weiter bewohnen, sofern sie nicht mehr Kosten als eine normale Mietwohnung erzeugt.  Der „Regelsatz“ wurde seiner Zeit einfach aus der Sozialhilfe adaptiert, genau dass rügt das Gericht, da es kein reale Berechnungsgrundlage gibt. Das ALG II soll den Bedürftigen ein normales Leben nach den Buchstaben des Grundgesetzes erlauben, und hier liegt das Problem, für den einen heißt normales Leben regelmäßige teure Theater oder Diskobesuche und jeden Monat neue Anziehsachen, der andere ist mit wesentlich weniger zufrieden. Tatsache ist, einem ALG II Bezieher stehen rund 10 Euro pro Tag zur Verfügung. Das ist für eine Einzelperson wenig, zu wenig. Einer vierköpfigen „Bedarfsgemeinschaft“ stehen ebenfalls rund 10 Euro pro Tag und pro Person zur Verfügung, ein Wert mit dem sich rechnen lässt, denn mit 20 Euro pro Tag, lässt sich Essen und Trinken, die anderen 20 Euro gehen für die laufenden Kosten und Anziehsachen, Schulsachen etc. zu Buche. So sehen die Grundlagen aus. Ob es genug, oder zu viel oder zu wenig ist, muss jeder selbst wissen. Aber es rechtfertigt keinen zu Behaupten, ALG II Empfänger würden es sich auf Kosten des Staates gut gehen lassen und wären zu faul zum Arbeiten. Bedenklich ist jedoch, dass viele Arbeitgeber glauben die Lage ausnutzen zu können und Löhne unterhalb des ALG II zu zahlen.