Der zuständige Präsident der Europäischen Zentralbank (kurz EZB), Jean-Claude Trichet, schließt einem aktuellen Medienbericht zufolge eine weitere Reduzierung des Leitzinses in der Eurozone offensichtlich nicht mehr nicht aus. „Ich habe klar gesagt, dass wir ihn erneut senken könnten“, teilte Trichet in einem aktuellen Interview mit dem „Wall Street Journal“ in der aktuellen Montagsausgaben mit. Der sogenannte Einlagenzins befinde sich aber mit einem Satz von 0,50 Prozent bereits jetzt schon auf einem „sehr, sehr niedrigen“ Niveau, fügte der Präsident Trichet weiter hinzu.
Das laufende Jahr 2009 wird dem Präsidenten Trichet zufolge ein sehr schwieriges Jahr. „Wir sind immer noch in einer Situation, in welcher der Trend nach unten zeigt“, sagte der zuständige EZB-Präsident gegenüber der Zeitung. Für das nächste Jahr 2010 erwarte der zuständige Präsident aber eine allmähliche Erholung, die auf die Reaktionen der sogenannten Fiskal- und Geldpolitik sowie auf die entsprechende Stärkung der Kaufkraft, die aus dem Rückgang der weltweiten Rohstoffpreise resultiere, zurückzuführen sei, so der Präsident weiter.
Die EZB hat ihren aktuellen Leitzins seit Oktober des Jahres 2008 um insgesamt 275 Basispunkte auf derzeit fast schonunglaubliche 1,50 Prozent gesenkt. Mehrere entsprechende EZB-Vertreter, darunter auch deutsche Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Axel Weber, haben bereits ihre Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen in der nahen Zukunft signalisiert.
23.03.2009
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