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Sicher wissen Sie, dass es leichtsinnig ist, bei privaten Autokäufen im Internet eine Anzahlung zu leisten. Das trifft besonders zu, wenn sich das Fahrzeug in Ausland befindet, und die Anzahlung die Frachtkosten decken soll. Hinter solchen Forderungen stecken oft Betrugsversuche.
Bei einem heimischen Autohaus besteht ebenfalls ein Risiko, da ein Autohändler heutzutage auch schnell von einer Insolvenz heimgesucht werden kann. Schließlich ist die Abwrackprämie ausgelaufen und so steht zu befürchten, dass viele Autohäuser Zahlungsprobleme durch mangelnde Aufträge oder Probleme bei der Abrechnung der Prämie haben. Weiter sind durch die Prämie die Gebrauchtwagenpreise ebenfalls weggebrochen und somit auch die Gewinnmargen der Händler. Besonders betroffen sind Händler die sehr viel mit Leasing gearbeitet haben, denn die Rückläufer erreichen nun nicht mehr den seinerzeit kalkulierten Restwert und müssen weit unter diesem Verkauft werden. Von diesem sogenannten Restwertrisiko sind rund 70& der aktuellen Verträge betroffen. Weiter wurde oft auf genau diese Händler Seitens der großen Hersteller Druck aufgebaut, damit der Servicebereich umfangreich und Kostspielig erweitert wurde. So sitzen Sie jetzt auf einen großen Schuldenberg, da die Refinanzierung über die Gebrauchtwagenverkäufe nicht mehrt gesichert ist.
Fazit: Sollten Sie beim Fahrzeugkauf eine Anzahlung leisten, kann dieses Geld im ungünstigsten Fall verloren gehen. Laut Gesetz gehen die Anzahlungen unmittelbar in das Vermögen des Händlers über, es sei denn Sie haben im Vertrag explizit etwas anderes vereinbart. Im Falle der Insolvenz bleibt zu hoffen dass Ihnen ein kleiner Teil der Summe zugestanden wird. Die großen Automobilhersteller sind übrigens im Falle einer Händlerinsolvenz fein heraus diese versagen oftmals ihre Unterstützung.
