Filed Under (Allgemein) by Angie on 23-11-2008
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Die deutschen Kunden der isländischen Kaupthing Bank werden ihre Spareinlagen nach Angaben von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zurückbekommen. Die gut 300 Millionen Euro dafür erhält die isländische Einlagensicherung per Kredit vom deutschen Staat, wie ein Sprecher des Finanzministeriums am Samstag erläuterte.
Gemeinsam mit den Niederlanden und Großbritannien sei eine Lösung gefunden worden, sagte Steinbrück. Auszahlen soll das Geld der isländische Einlagensicherungsfonds. Jedoch ist noch unklar, wann die deutschen Kunden der Kaupthing Bank an ihr Geld kommen.
Das isländische Land ist wie kein anderes von der Finanzkrise betroffen und bekam daraufhin keine Kredite mehr. Der Internationale Währungsfonds und andere Länder hatten vor wenigen Tagen ein Rettungspaket über zehn Milliarden Dollar beschlossen.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 23-11-2008
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Der Milliardär George Soros verlangt zusätzlich zum bereits beschlossenen 700 Milliarden Dollar Paket weitere Hilfen in Höhe von 300 bis 600 Milliarden Dollar für die angeschlagene US Wirtschaft. Die aktuelle Lage der Weltwirtschaft sei dramatisch und überwältigend, meinte Soros.
Soros, ein Investmentbanker ungarischer Herkunft, übte massive Kritik am Krisenmanagement von US Finanzminister Henry Paulson. Paulson sei völlig unvorbereitet gewesen, als die Investmentbank Lehman Brothers in die Pleite ging und der Finanzmarkt zusammenbrach, so Soros weiter.
Gegenwärtig stünden die Finanzmärkte unter besonderem Druck, weil sich Amerika in der schwierigen Übergangsphase von einer Regierung zur nächsten befinde. In den kommenden zwei Monaten würde der Druck am größten sein, dann werde der neue Präsident Barack Obama Maßnahmen eingreifen, erwartet Soros.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 23-11-2008
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Die Serie der Bankenzusammenbrüche in den USA reißt nicht ab. Als Folge der Finanzkrise mussten zum Wochenende auf einen Schlag gleich drei weitere regionale Institute in den Bundesstaaten Kalifornien und Georgia schließen. Insgesamt brachen damit in diesem Jahr bisher bereits 22 US Banken zusammen. Experten rechnen mit weiteren Pleiten unter den noch rund 8400 US Banken.
Schwerwiegendster Fall war in Newport Beach (Kalifornien) die Sparkasse Downey Savings & Loan mit einer Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro). Ihr Kollaps war insgesamt der drittgrößte in diesem Jahr in den USA.
Ebenfalls in Kalifornien brach zum Wochenende die 3,7 Milliarden Dollar schwere PFF Bank & Trust in Pomona zusammen. Die Finanzkrise treibt in den USA die Konzentration in der noch sehr zersplitterten Bankenlandschaft deutlich voran. Besonders einige Finanzkonzerne wollen sich nach Milliardenverlusten mit Geschäften an der Wall Street im stabileren Privatkundengeschäft verstärken.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 23-11-2008
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Am Montag will Großbritanniens Premierminister Gordon Brown seine Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur in seinem Land offiziell vorstellen. Das Wirtschaftsrettungspaket soll britischen Presseberichten zufolge ein Volumen von 15 Milliarden Pfund haben. Mit dem Geld sollen steuerliche Anreize finanziert werden.
Der wichtigster Schritt dürfte dabei die Senkung der Mehrwertsteuer von derzeit 17,5 Prozent auf 15 Prozent sein. Tiefer darf die Mehrwertsteuer nach EU Vorgaben jedoch nicht sinken. Ein oder zwei Jahre dürfte sie in Großbritannien auf diesem niedrigen Niveau bleiben. Pro Jahr kostet das den britischen Haushalt rund 12,5 Milliarden Pfund.
Die britische Regierung hat der "Sunday Times" zufolge mehrere Möglichkeiten der Wirtschaftshilfe geprüft und sich schließlich für eine Senkung der Mehrwertsteuer entschieden. Das britische Finanzministerium wollte jedoch auf Anfrage von Journalisten nicht bestätigen, dass die Senkung der Steuer noch vor Weihnachten in Kraft treten könnte.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 22-11-2008
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Die Preise für Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin kennen dieser Tage nur noch die Richtung abwärts. Rohöl kostete im Computerhandel am Freitag zeitweise nur noch 48,25 Dollar pro Barrel (159 Liter). Der Preis für Heizöl in Deutschland ist innerhalb einer Woche um mehr als 6 Prozent eingebrochen, Diesel und Benzin folgten dem abwärtstrend.
Ein Liter Heizöl kostet zurzeit 62,9 Cent, wie der Hamburger Energieinformationsdienst (EID) mitteilte. Das sind 4,3 Cent oder 6,4 Prozent weniger als vor einer Woche. Ein Liter Benzin kostet nun 1,18 Euro, einen Cent weniger als zu Wochenbeginn. Diesel kostete 1,17 Euro, ebenfalls einen Cent weniger. Damit müssen Autofahrer für eine 50 Liter-Tankfüllung Benzin derzeit rund 20 Euro weniger als zu den Rekordzeiten im Juli zahlen. Dieselfahrer sparen mehr als 15 Euro pro Tankfüllung.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sank auf den tiefsten Stand seit über dreieinhalb Jahren. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe am Donnerstag 44,06 US Dollar gekostet, teilte das Opec Sekretariat am Freitag in Wien mit.
Hintergrund des sinkenden Ölpreises sind schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und die Angst vor einer weltweiten Rezession. Im Zuge dessen sinkt die Nachfrage nach Öl, der Preis für den Rohstoff sinkt.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 22-11-2008
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Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wollen zahlreiche Fahrzeughersteller und ihre Zulieferer ihre Verträge mit Zeitarbeitsfirmen nicht verlängern oder haben ihre Leiharbeiter bereits zurück zum Personaldienstleister geschickt.
Auto Experte Ferdinand Dudenhöffer rechnet damit, dass von den momentan geschätzt 100.000 bei Autoherstellern und Zulieferfirmen beschäftigten Zeitarbeitern bis Mitte kommenden Jahres nur 20.000 übrig bleiben.
Wenigstens in einem Punkt zieht das geleaste Personal mit anderen Arbeitnehmern gleich: Auf Betreiben des Verbands können nun auch Leiharbeiter das auf 18 Monate verlängerte Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit beziehen. Das ist Immerhin ein kleiner Trost in Zeiten der Krise.
Filed Under (Börsen-News) by Angie on 22-11-2008
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Die angeblich bevorstehende Nominierung des New Yorker Notenbank Chefs Timothy Geithner zum künftigen US Finanzminister unter Barack Obama hat die US Börsen am Freitag in der letzten Handelsstunde zum positiven gewandelt. Hatten die großen Indizes bis dahin kaum verändert notiert, schlossen sie am Ende um bis zu 6,5 Prozent fester.
Weiter unter Druck standen die Finanzwerte, allen voran die Citigroup. Die anhaltende Unsicherheit im Zuge der Finanzkrise hatte in den vergangenen zwei Tagen für hohe Verluste an den Börsen gesorgt. Der Dow Jones Index der Standardwerte schloss 6,5 Prozent höher bei 8046 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 7449 und 8071 Zählern gependelt war.
Die Nachricht, dass der künftige US Präsident Obama sich für den Top Banker Geithner als Finanzminister entschieden habe, erreichte die Börsianer rund eine Stunde vor Handelsende, Dem Sender NBC News zufolge wird Obama sein Wirtschafts Team wohl am Montag benennen.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 22-11-2008
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Die deutschen Banken sind auf immer neue Milliardenhilfen des Staates angewiesen. Die größte deutsche Landesbank LBBW erhält von ihren Eigentümern im kommenden Jahr insgesamt fünf Milliarden Euro an frischem Kapital, teilte die Bank am Freitag in Stuttgart mit.
In den vergangenen Wochen hatten bereits die BayernLB, die WestLB und die HSH Nordbank angekündigt, Hilfen aus dem staatlichen Rettungsfonds anzunehmen. Die LBBW gehört dem Land Baden Württemberg, den Sparkassen und der Stadt Stuttgart.
Die Finanzkrise hat der LBBW in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 800 Millionen Euro Verlust beschert. Der Vorstand des Instituts geht deshalb davon aus, dass die LBBW nach internationalen Bilanzstandards das Jahr 2008 mit roten Zahlen abschließen werde.
Viele deutsche Landesbanken haben sich mit Hypothekenkrediten auf dem US Immobilienmarkt verspekuliert. Die Institute halten die Papiere in aller Regel zwar noch, jedoch sind viele dieser Titel derzeit praktisch wertlos oder verlieren immer weiter an Wert.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 20-11-2008
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Ein Barrel (159 Liter) der US Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Dezember Auslieferung fiel im Nachmittagshandel zeitweise auf bis zu 49,91 Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai 2005. Zuletzt erholte sich der WTI Preis wieder etwas und notierte bei 50,50 Dollar. Das waren 3,12 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag.
An der Rohstoffbörse in London gaben die Preise ebenfalls kräftig nach. Ein Fass der Nordseesorte Brent sank auf bis zu 48,20 Dollar. Auch hier wurde der niedrigste Preis seit Mai 2005 verzeichnet. Zuletzt kostete ein Barrel Brent mit 48,74 Dollar 2,98 Dollar weniger als am Vortag.
Auch der Preis für Opec Rohöl ist weiter gesunken. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe am Mittwoch 45,89 Dollar gekostet, teilte das Opec Sekretariat am Donnerstag in Wien mit. Das waren 0,66 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Mitgliedsländer.
Dagegen zogen die Preise für einige Edelmetalle wieder an. Vor allem Gold war zeitweise gefragt. Die Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich in der Spitze um gut zwei Prozent auf 747 Dollar, gab am Nachmittag aber einen Teil der Gewinne wieder ab und notierte mit rund 740 Dollar noch ein Prozent höher.
Filed Under (Allgemein) by Angie on 20-11-2008
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Der globalen Wirtschaft steht nach Ansicht des Münchner Ifo Instituts eine Rezession bevor. Das Weltwirtschaftsklima sei im vierten Quartal auf 60,0 Punkte und damit den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken, teilte das Institut am Donnerstag mit.
Aber auch für die kommenden sechs Monate wird kaum noch mit einer Erholung gerechnet, hier lag der Index ebenfalls auf dem tiefsten Niveau seit über 20 Jahre. Nicht nur die großen Wirtschaftsregionen Nordamerika, Westeuropa und Asien sind von der Abkühlung des Wirtschaftsklimas betroffen, in Mittel und Osteuropa, Russland, Lateinamerika und Japan trübte sich auch die Stimmung.
Für eine Trendwende seien wohl Konjunkturprogramme nötig, welche die Geldpolitik unterstützten. An der jüngsten Umfrage nahmen 1001 Experten aus 91 Ländern teil. Das Ifo Institut arbeitet für die Studie mit der Internationalen Handelskammer in Paris zusammen.