Zusätzlicher Schutz bei Kontopfändungen

Die Bundesregierung plant, Girokonten stärker vor Pfändungen zu schützen: So soll ein Freibetrag von 985,15 Euro pro Monat nicht gepfändet werden dürfen. Der Hintergedanke dieses Gesetzesentwurfs ist, dass Gläubiger Konten bisher vollständig pfänden konnten. Der Schuldner ist in dem Fall nicht mehr in der Lage, monatlichen Verpflichtungen wie z.B. Strom, Wasser oder Miete nachzukommen - es kann also schlimmstenfalls passieren, dass die Grundbedürfnisse nicht mehr gedeckt sind. Mindestens jedoch können entsprechende Daueraufträge nicht mehr abgewickelt werden. Zwar ist es bisher möglich einen Pfändungsschutz für lebensnotwendige Ausgaben zu beantragen - das dauert jedoch etwa zwei Wochen. Die Art des monatlichen Einkommes ist dabei egal - es kann normales Gehalt sein, aber auch Rente, Stütze, Geldgeschenke. Der monatliche Freibetrag wird unter bestimmten Umständen heraufgesetzt - bei Unterhalt sind es z.B. 370 Euro für die erste und weitere 206 Euro für die zweite Person. Dieser Pfändungsschutz soll nicht automatisch in Kraft treten - man muss ein solches "P-Konto" erst bei seiner Bank beantragen. Quelle: Tagesspiegel

Pharmingattacke auf 50 Banken aus Deutschland, England und Estland

Websense hat einen großangelegten Pharmingangriff von russischen Servern auf 50 Banken aufgedeckt. Der Angriff konnte glücklicherweise früh aufgedeckt werden, weil der Trojaner erst in anderen Ländern (USA und Australien) einschlug. Im Gegensatz zum "Phishing", bei dem durch gefälschte E-Mails der Anwender auf eine gefälschte Seite seiner Bank geleitet werden soll um dort aus Gründen wie einer "technischen Aktualisierung" seine Logindaten anzugeben, wird beim "Pharming" durch einen Virus die Routingtabelle selbst verändert. Wählt man nun die Seite seiner Bank an, wird man trotz korrekter Eingabe der Adresse auf eine gefälschte Seite verwiesen - diese sieht jedoch täuschend echt aus. Gibt man hier jedoch seine Benutzerdaten an, gibt man diese natürlich direkt an diese Betrüger weiter. Der Angriff war von langer Hand vorbereitet - laut Websense war er gegen 50 deutsche, englische und estnische Banken gerichtet und 20 Serversysteme waren daran beteiligt. Der Trojaner war ebenfalls "gut" durchdacht - bei dem Besuch einer bestimmten Website installiert er sich auf dem Rechner um danach schadhaften Code selbständig herunterzuladen. Er tarnt sich hierbei als ein seriöses Programm und rät dem Anwender die Firewall auszuschalten. Da der Trojaner zuerst Rechner in Australien und den USA infizierte konnte der Angriff glücklicherweise frühzeitig erkannt werden - war er doch schlicht und ergreifend am falschen Ort. Websense beobachtet etwa 24 Millionen Websites, konnte also auch früh Alarm schlagen. Heimtückisch am Pharming ist vor allem, dass der Anwender selbst nicht auf eine gefälschte E-Mail o.ä. reinfallen kann - schließlich wählt er ja die Adresse "seiner" Bank an. Den Trojaner selbst bekommt man meist in einem anderen Zusammenhang, bei dem Besuch irgendeiner Website. Wir können dem Anwender hier nur raten, keine Software zu installieren oder installieren zu lassen, die ihm nicht bekannt ist oder nicht aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Im Zweifelsfall sollte man sich lieber erst durch externe Quellen im Internet informieren. Grundsätzlich gilt auch, dass man niemals die Firewall ausschalten soll, wenn man unbekannte Software installiert. Quelle: Searchsecurity

Banken verweigern Girokonten

Es existiert eine Vereinbarung, sodass Banken jedem auf Wunsch ein Girokonto einrichten müssen. Diese Vereinbarung ist jedoch eine reine Selbstverpflichtung und oftmals wird sie von Banken ignoriert. Justizministerin Zypries weigert sich jedoch, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, um Banken zu zwingen, jedem ein Girokonto anzubieten. Denn bisher weigern sich manche Banken einfach, ein Girokonto auf Guthabenbasis einzurichten, oder bieten so schlechte Konditionen, dass dieses Konto einfach unzumutbar ist. Ein Argument gegen eine gesetzliche Regelung ist, dass es ein Eingriff in die Vertragsfreiheit wäre. Für den Verbraucherschützer Pauli ist das Argument jedoch nicht schlüssig - schließlich müssen auch Versicherer bei Kfz-Haftpflichtversicherungen jeden Kunden nehmen, da eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben ist. Ein Girokonto sei zwar keine Verpflichtung, aber ein wesentlich "fundamentaleres Gut" als ein Auto. Ein solches Konto müsste jedoch trotzdem nicht kostenlos sein, solche Kosten sollten sich einfach in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Quelle: Netzeitung

Innovatives Sparkonzept der Postbank

Mit "Postbank Quartal-Sparen" soll man maximal 4,25% Zinsen auf das angelegte Geld bekommen. Das Angebot ist jedoch an mehrere Bedingungen geknüpft: Zunächst gibt es einen Basis-Zins von 0,5%. Der gilt in jedem Fall. Zusätzlich erhält man einen Quartalszins von 2,75%, der rückwirkend am Ende eines jeden Quartals für die angelegte Summe ausgezahlt wird. Das gilt allerdings nur für die Anlagesumme die konstant auf dem Konto vorhanden war. Wird das Geld im 2. und 3. Quartal nicht angetastet gibt es dafür zusätzlich ein weiteres Prozent - also insgesamt 4,25%. Zu Beginn müssen mindestens 1.000 Euro angelegt werden, maximal möglich sind 500.000 Euro. Die meisten Tagesgeldkonten bieten deutlich bessere Konditionen - allerdings nur bis zu einem gewissen Betrag der meist weit unter der maximalen Summe von 500.000 Euro beim Postbankkonto liegt. Allerdings ist das Geld dafür auch täglich verfügbar...und für größere Geldmengen gibt es durchaus rentablere Anlagemöglichkeiten. Dafür ist es jedoch eine sichere Geldanlage. Quelle: Postbank

Girokontenrechner bei Capital

Auf Capital.de gibt es einen Girokontenrechner, der nach Eingabe eines durchschnittlichen Guthabens, optional der Postleitzahl und der zusätzlichen Angabe, ob man Student, Azubi o.ä. ist, verschiedene Angebote anzeigt. Der Schwerpunkt liegt hierbei vor allem auf den Guthabenzinsen. Diese Angebote werden entsprechend auch nach Guthabenzins sortiert, per Mausklick kann man sich auch zusätzliche Informationen zu dem Konto anzeigen lassen - wie Kontoführungsgebühren, Dispozinsen oder mögliche Kosten für den Geldtransfer. Zu manchen Angeboten wird auch ein Link zur Homepage angegeben. Gibt man die Postleitzahl an, so werden auch regionale Banken angegeben. Die Informationen bei diesem Rechner sind sehr umfangreich und eignen sich sicherlich gut um einen Überblick über ein Angebot zu bekommen. Jedoch sollte man sich natürlich nicht allein darauf verlassen - es kann immer passieren, dass nicht alle "Fallstricke" angegeben werden. Man sollte jedes vermeintlich interessante Angebot noch einmal gründlich selbst auf Herz und Nieren prüfen - z.B. über die Homepage oder über ein Gespräch mit der Bank.

6% Zinsen aufs Tagesgeld bei Comdirect

Comdirect bietet für Neukunden ein Wertpapierdepot mit Tagesgeldkonto an - verzinst mit 6% p.a. Die Kontoführung ist natürlich kostenlos und das Geld ist tatsächlich täglich verfügbar. Zudem ist das Depot für mindestens ein Jahr kostenlos - nach Ablauf dieses Jahres bleibt es kostenlos, wenn man mindestens zwei Trades pro Jahr macht, ein Girokonto bei Comdirect besitzt, oder in einen Comdirect Sparplan einzahlt. Allerdings sollte man aufpassen - die 6% Zinsen gelten nur für das erste halbe Jahr. Danach gelten die normalen Konditionen von Comdirect, die jeweils auf der Homepage einsehbar sind. Die Zinsen aufs Tagesgeldkonto werden laufend an die aktuellen Werte angepasst. Es hilft also, sich im Vorfeld zu informieren wie die Zinsen längerfristig aussehen können. Außerdem gelten die Zinsen nur für die ersten 5000 Euro - darüber hinausgehende Beträge werden bis 25.000 Euro mit 0,3 % verzinst. Ab dann gilt ein Zins von 0,5%. Zusätzlich muss man - um die 6% Zinsen zu bekommen - mit einem Depotvolumen von mindestens 3000 Euro starten. Dieses Tagesgeldkonto eignet sich also vor allem um kleinere Geldmengen über einen kurzen Zeitraum zu parken. Längerfristig gibt es vermutlich interessantere Angebote. Quelle: comdirect Tagesgeld PLUS

Comdirect im Aufwind

Die Commerzbank kann sich freuen - erhält der Mutterkonzern doch knapp 160 Millionen Euro nach einem Rekordergebnis. Ein wichtiger Grund dabei ist, dass Comdirect durch das kostenlose Girokonto und das im letzten Jahr eingeführte Tagesgeldkonto viele Kunden von anderen Banken abwerben konnte. Besonders getroffen hat es hierbei die Genossenschaftsbanken - und nur etwa 10 % der neu hinzugewonnenen Kunden kommen von der Konzernmutter. Comdirect hat sich für das neue Jahr hohe Ziele gesteckt - unter anderem will man eine weitere halbe Million Kunden gewinnen - und so auf 1,3 Millionen Kunden kommen. Ob es dieses Jahr so einfach wird, ist allerdings fraglich - allmählich bereiten sich die Genossenschaftsbanken auf einen "Gegenschlag" im Direktbankgeschäft vor. Quelle: Die Welt

Geldtransfer per Handy

Der Mobilfunkverband GSM Association und das Kreditkartenunternehmen Mastercard wollen in Zukunft internationale Geldtransfers per Handy ermöglichen. Mit diesem Angebot will man vor allem Migranten ansprechen, die eher ein Handy als ein Bankkonto besitzen. In den USA allein wurden im vergangenen Jahr mehr als 45 Millionen Dollar von Lateinamerikanern in ihre Heimat überweisen. Das Geld kann man dabei beim Mobilfunkanbieter direkt einzahlen - beispielsweise per Prepaid-Card. Der Empfänger wird nun durch eine SMS über den Geldeingang benachrichtigt und kann nun bei jeder Bank, die mit Mastercard zusammenarbeitet, das Geld abheben. Innerhalb der nächsten zwei Monate wird es erste Testläufe bei Bharti Airtel (Indien) und Smart Communications (Phillipinen) geben. Quelle: Infoweek

Seriöser Kredit ohne SCHUFA?

Wenn man erst einmal von der Schufa als nicht kreditwürdig eingestuft wird, verweigern einem viele Banken Kredite. Dann bleiben nur noch bestimmte Kreditvermittler, bei denen man Geld leihen kann. Doch man muss hier vorsichtig sein - viele unseriöse Vermittler nutzen hier die Notlage des Kunden aus. Insbesondere von Vermittlern, die bereits für das Angebot Geld verlangen, sollte man die Finger lassen. "BON-KREDIT" von KMU Innovation bietet Kredite ohne SCHUFA an und sieht sich dabei als seriöses Unternehmen. Man füllt online ein Antragsformular aus und erhält daraufhin ein Kreditangebot. Dieses Angebot kann man dann in Ruhe prüfen und entscheiden, ob man es annimmt oder nicht. Kosten für dieses Angebot entstehen auf jeden Fall nicht. Einzelpersonen können bei diesem Kredit bis zu 75.000 Euro, Familien bis zu 100.000 Euro beantragen. Quelle: Firmenpresse.de 

Genossenschaftsbanken wollen bei Direktbankgeschäften aufholen

Der Genossenschaftsverband Frankfurt kündigte an, Direktbankangebote bei den regionalen Genossenschaftsbanken verfügbar zu machen. Man will so im elektronischen Direktgeschäft aufholen nachdem man laut Walter Weinkauf, des Präsidenten des Genossenschaftsverbandes Frankfurt, "im vergangenen Jahr zu wenig unternommen habe um sich im elektronischen Direktbankgeschäft zu positionieren." Die Genossenschaftsbanken seien zwar aus traditionellen Gründen dem Filial und Personalvertrieb verpflichtet - das elektronische Direktgeschäft sei jedoch als gleichbedeutend neben den anderen Vertriebskanälen zu sehen. Man reagiert so auf die Erfolge der Direktbanken wie z.B. der DiBa, die mit einem Tagesgeldkonto monatlich etwa zehntausend neue Kunden anlocken kann. Welche Dienstleistungen die Kunden erwarten können, ist bisher noch offen. Das hängt vor allem von den einzelnen Banken ab; außerdem will man das Filialgeschäft nicht schleifen lassen. Quelle: FAZ